Wir leben in einer kuriosen Welt. Der Welt des Controllings…
Seit Jahrzehnten haben wir akzeptiert, wichtige und strategische Investments in unsere Unternehmen als Kosten zu sehen, als weiteren Punkt in einer langen Reihe vermeintlich gleichwertiger Ausgaben.
Kosten, die man nicht nur im Auge haben sollte, sondern die es bei Bedarf zu kürzen gilt. Solchen Bedarf gibt es am laufenden Band. Gerade in der aktuellen Zeit.
Mittendrin statt nur dabei: Marketing.
Management Guru Peter Drucker würde sich täglich im Grab umdrehen, sähe er, was das heutige Management so praktiziert. Stammt doch der Titel des heutigen Posts sinngemäß von ihm.
Also Zeit für kollektives Jammern im Marketing?
Nicht ganz, denn viele Probleme sind hausgemacht. Seit Ewigkeiten wird in vielen Unternehmen Marketing mit Kommunikation gleichgesetzt.
Und viele Marketeers haben sich damit abgefunden oder sehen ihre Aufgabe als eben genau das. Da ist der Schritt zum Broschürendepartment leider nicht mehr weit.
Bedeutungslosigkeit beginnt eben vor der eigenen Haustür.
Auch dafür würde sich Drucker im Grabe drehen…
Marketing war für ihn schließlich, richtigerweise, eine Kombination zweier aufeinanderfolgender Aktionen:
Zu etablieren, wer die (potenzielle) Kundin ist und was ihr wichtig ist.
Und dann das Angebot und dessen Verfügbarkeit so zu gestalten, dass das ‚Verkaufen‘ an besagte Kundin weitgehend überflüssig wird.
Ein solches Selbstverständnis des Marketings sorgt dafür, dass es nicht nur vorne in einer langen Kausalkette kommt (und nicht ganz am Ende wie aktuell!), sondern das Denken des Unternehmens durchgehend prägt.
Luft nach oben haben dabei nicht nur die Unternehmen, sondern gerade wir Marketeers. Wer Marketing nur als Kommunikation denkt, liefert den Controllern das Argument für die Budgetkürzung gleich mit. Wer es als Mindset lebt, das die Kundin und ihre Bedürfnisse in den Fokus stellt, der zeigt, was Marketing im Kern kann: Geld verdienen und Mehrwert schaffen.
Die Frage für Sie im Selbstcheck:
Was würde in Ihrem Unternehmen anders laufen, wenn es das Marketing nicht mehr gäbe, außer ein paar Broschüren weniger? Lassen Sie uns sprechen!