Kennen Sie das Sprichwort:
„Wenn Du es eilig hast, gehe langsam“?
Viele Manager handeln heute eher nach dem Motto: Wenn Du es eilig hast, laufe schneller. Nimm jede Abkürzung, die Dich schneller zum Ziel bringt. Und die Markenstrategie geht auch ruckzuck, im Stuhlkreis, zackzack. Ein oder zwei Workshops und gut ist.
Ich glaube, das ist falsch. Hauptsache schnell ist der beste Weg zum Scheitern bei einer Markenstrategie.
Denn das heißt, dass man bei der Markenanalyse und dem Markenaudit schludert. Auf einer schlechten Grundlage lässt sich aber keine gute Strategie ableiten.
Nur dann fehlt es an Tiefe: Die Hausaufgaben werden nicht richtig gemacht. Es wird zu wenig hinterfragt, wie weit man mit der Marke springen kann. Es wird zu wenig hinterfragt, was markenkonstituierend ist und was mit Blick auf wichtige Markt-, Technologie-, Kunden- und Wettbewerbsentwicklungen anzupassen ist.
Jede Strategie ist nur so gut, wie der gesamte Prozess ist. Welche Personen einzubeziehen sind, welche notwendigen Schritte man durchlaufen muss, wieviel zusätzliche Insights durch Marktforschung erforderlich werden usw.
Aber woran liegt dieser empfundene Need for Speed:
Es gibt Druck im Markt. Dem gibt man nach und glaubt, schnell heilt viel.
Es gibt Druck im Unternehmen. Gerade wenig erfolgreiche Unternehmen hetzten von einem gescheiterten Strategieprojekt zum nächsten.
Es gibt brutale Fehleinschätzungen zum Umfang eines Markenstrategieprojektes. Nur wenige Manager machen solche Projekte oft. Ihnen wird aber von außen suggeriert, dass es einfach machbar ist, im schlimmsten Fall an einem Tag.
So funktioniert die gute Entwicklung einer Markenstrategie nicht. Sie braucht einen klaren Prozess. Und eine gute Begleitung von erfahrenen Menschen, die das nicht zum ersten Mal machen, sondern ihre Erfahrung teilen.
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