ESCH. The Brand Consultants GmbH

7. September 2026 Lesedauer: 2 min

Kommunikation heilt alles?

Diesen Satz könnte man über so manche Marketingabteilung hängen.
Die Markenstrategie ist nicht ganz rund? Die Positionierung nicht wirklich differenzierend?
Kein Problem. Dann machen wir eben eine richtig gute Kampagne. Mit Storytelling. Mit starken Emotionen. Und natürlich mit einem richtig guten Claim.
Kommunikation soll dann richten, was die Marke vorher nicht geschafft hat.

Natürlich kann gute Kommunikation viel.
Sie kann Aufmerksamkeit erzeugen, eine Marke positiv aufladen und Begehrlichkeit schaffen.
Aber sie kann nicht dauerhaft kompensieren, was strategisch nicht geklärt ist.

Wenn die Marke keinen relevanten Unterschied hat, wird auch die beste Kommunikation irgendwann austauschbar.
Wenn die Positionierung nicht trägt, wird der schönste Claim zur Behauptung.

Dabei ist die Logik aus meiner Sicht doch erstaunlich simpel:

Würden Sie beim Hausbau als Erstes mit der Fassade anfangen?
Tatsächlich erleben wir genau das in unserer Beratung erstaunlich oft.
Da wird an kreativen Kampagnen, Claims und Key Visuals gefeilt, bevor überhaupt klar ist, wofür die Marke eigentlich stehen soll.
Und wenn dann irgendwann nichts mehr zusammenpasst, wird klar:
Man hat das Pferd von hinten aufgezäumt.

Deshalb unsere einfache Regel:

Erst das Fundament. Dann die Fassade.
Oder in Markensprache:
Erst Strategie. Dann Kommunikation.

Denn ohne ein starkes Fundament bröckelt irgendwann auch die schönste Fassade.

Sie sind an einem Austausch zum Thema interessiert? Wir freuen uns darauf:

Autor*in

Daniel Kochann