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Vision: eine realistische Utopie?

von Franz-Rudolf Esch

Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch
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    Die Vision ist der Zielhafen eines Unternehmens. Es ist das ambitionierte Ziel, welches ein Unternehmen in zehn bis 15 Jahren erreicht haben möchte. Dieses Ziel muss anspruchsvoll sein, es soll Mitarbeiter motivieren und das ganze Unternehmen antreiben. Eine Vision hält ein Unternehmen auf Kurs, selbst bei widrigsten Marktbedingungen.

    Bei der Entwicklung von Visionen tun sich Manager oft schwer, und dies auch völlig zu Recht. Wer kann sich schon eine Welt in zehn bis 15 Jahren vorstellen und darin den Zielhafen für das eigene Unternehmen?

    Aber es hilft. Der Philosoph John Rawls prägte den Begriff der „realistischen Utopie“. Dieser Denkansatz vermittelt zwischen der Welt, wie sie ist, und der Welt, wie sie sein könnte. Man denkt voraus und macht das Ergebnis plastisch.

    Die Vision ist ein Zukunftsbild.

    Der Kölner Soziologe Jens Beckert spricht von einer „imaginierten Zukunft“. Danach ist es wichtig, die ungewisse und damit noch nicht greifbare Zukunft durch Imaginationen, also fiktionale Bilder, zu beschreiben und ihr so in den Augen von Managern und Mitarbeitern Greifbarkeit und Transparenz zu verleihen. Wie heißt es so schön: „If you can dream it, you can do it.“

    Wir stellen in Management-Workshops immer wieder fest, wie sehr es hilft, die Zukunft möglichst lebendig zu beschreiben, in allen relevanten Facetten für das Unternehmen. Es macht den Managern nicht nur Spaß, frei und anders an das Thema heranzugehen, sondern schafft auch Quantensprünge im Ambitionsgrad der Vision. Es ist die lebendige Beschreibung der Vision, die dann retrograd in Ziele, Strategien, Maßnahmen und KPIs übersetzt werden muss.

    Es wäre nun ein Leichtes, von uns entwickelte Visionen und deren „vivid descriptions“ zu zeigen (wenn wir dürften). Allerdings empfehle ich Ihnen hierzu den Beitrag zweier Journalisten von der Wochenzeitung „Die Zeit“, Elisabeth Raether und Mark Schieritz, der mich persönlich begeistert hat (Die Zeit vom 3.12.2020, S, 2, 3). In „Und wenn sich doch was bewegt?“ beschreiben die Autoren die Welt im Jahr 2040: klimaneutral und lebenswert. Das ist großes Kino. Darunter sollte ihr Anspruch zur Formulierung einer klaren Vision und einer lebendigen Beschreibung, wie sich der Weg dahin und das Ergebnis anfühlt, nicht liegen.

    Vision ist Anspruch und Motivation zugleich.

    Ohne Frage ist es notwendig, immer wieder neue Umsatz- und Gewinnziele als Vorgaben zu machen. Als Manager werden sie damit Ihre Mitarbeiter aber weniger bewegen als mit einer klaren Vision. Versetzen Sie sich in die Rolle Ihrer Mitarbeiter: Würde ein Umsatzziel wie „10 Milliarden Umsatz bis 2030“ Sie mehr motivieren oder die Vision „Vorbild für Nachhaltigkeit“ zu werden mit einer Beschreibung, wie sich dies anfühlt. Die meisten Mitarbeiter erfüllt letzteres mit mehr Stolz, sie reden lieber darüber und es treibt sie bei ihrer täglichen Arbeit an, einen sinnvollen Wertbeitrag für ein solches Ziel zu leisten.

    Und wo stehen Sie?

     

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