Corona-Pandemie: Welche Rolle die Digitalisierung für Marketing und Markenführung spielt

Teil 4

Yannik Braunshausen

YannikBraunshausen
Yannik Braunshausen
y.braunshausen@esch-brand.com
Kontakt aufnehmen
Die abgesendete Kontaktanfrage erhalten Sie im Anschluss per Mail.

Die Corona-Pandemie hält die Welt nun schon seit einigen Monaten in Atem. Unser Verhalten als Gesellschaft und Konsumenten hat sich in vielen Bereichen daran angepasst und einige Verhaltensänderungen sind bereits in Fleisch und Blut übergegangen. In Teil 1 unserer Reihe können sie die Veränderungen im Kundenverhalten nachlesen. Des Weiteren haben wir in Teil 2 bzw. Teil 3 dargestellt, welche Konsequenzen die aktuelle Krise für das Marketing und die Markenführung hat. Der vorliegende Teil der Reihe beleuchtet die Rolle der Digitalisierung und gibt Marketers wertvolle Insights für die digitale Markenführung während und nach der Corona-Pandemie.

Die gesamte Studie inklusive der abgeleiteten Szenarien können Sie hier kostenfrei herunterladen.

Corona als Digitalisierungsbooster

Schon seit Jahren ist die Digitalisierung das Thema Nummer 1, wenn man danach fragt, was Unternehmen umtreibt. Durch Corona wurde das Thema auch für Privatpersonen immer relevanter. Die virtuelle Kommunikation mit Verwandten während der ersten Phase des Lockdowns gehörte ebenso zur Tagesordnung wie digitale Privatpartys über Tools wie Houseparty. Die digitale Welt und die digitale Kommunikation sind spätestens jetzt nicht mehr nur ein Trend, sondern gelebte Realität, der man sich kaum noch entziehen kann.

Durch die COVID-19-Pandemie gewann die Digitalisierung auch für Unternehmen nochmal zusätzlich an Bedeutung. Das Leben in der realen Welt („Out of Home“) fand einige Zeit lang nur sehr eingeschränkt statt. Digitale Räume, Angebote und Hilfsmittel waren und sind hingegen stärker gefragt denn je. Dies beginnt bei der Nutzung digitaler Tools zur internen Kommunikation aus dem Home-Office und endet bei einer zunehmend digitalen Ansprache der (potenziellen) Kunden. So werden Einkäufe vermehrt online getätigt, Versicherer bieten Videoberatungen an und sogar Ärzte werden digital konsultiert. Was technisch vorher schon möglich war, wird durch Corona Realität. Digitale Angebote wie diese werden sich zumindest in Teilen verstetigen. Die Konsumenten werden diese in Zukunft voraussetzen. Wer die digitale Markenführung bisher vernachlässigt hat, wird dies ab jetzt sicherlich nicht mehr tun. Insofern fungiert Corona als Katalysator der Digitalisierung. Die Konsequenz: Go digital or die.

Abbildung: Die Rolle der Digitalisierung für Marketing und Markenführung in der Corona-Pandemie

Auswirkungen auf die digitale Markenführung

Für die Markenwelt bedeutet die oben beschriebene Konsequenz vor allem eines: Marken, die digital nicht stattfinden, finden nicht statt. Dieser Aussage stimmen 60% der Befragten unserer Studie zu, während nur 9% widersprechen. Digitale Markenführung ist während und nach der COVID-19-Krise also ein absolutes Muss. So denken 86% der Studienteilnehmer, dass die Relevanz der digitalen Markenführung zunehmen wird.

Diese steigende Relevanz resultiert vor allem auch aus den gestiegenen Anforderungen der Kunden. Diese wünschen sich, einfach gesprochen, dass das, was real geht, auch online möglich ist.

Die ersehnte Vereinfachung in der Interaktion zwischen Kunde und Unternehmen ist durch die Nutzung digitaler Tools wie Videoberatungen oder Online-Konfiguratoren für Produkte noch recht einfach möglich. Ein echtes Erleben der Marke im digitalen Raum stellt Unternehmen jedoch vor eine größere Herausforderung. Hier geht es vor allem um eine optimale Verknüpfung digitaler und realer Kontaktpunkte. Omnichannel-Marketing ist unerlässlich, um der Forderung der Konsumenten nach echtem Erleben in der realen Welt und Einfachheit und Impulsen in der digitalen Welt gerecht zu werden. 71% der Studienteilnehmer halten Omnichannel-Marketing demnach für eine Lebensversicherung für Marken.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Was diese Veränderungen konkret für die digitale Markenführung und das Geschäftsmodell von Unternehmen bedeuten, lässt ich folgendermaßen zusammenfassen:

  1. Der digitale Auftritt wird zum Must-Have: Wer digital nicht stattfindet, hat mittel- oder langfristig keine Chance zu Überleben. Omnichannel-Marketing wird zur Lebensversicherung.
  2. Digitalisierung wird vom Trend zum Standard: Auch die letzten müssen jetzt aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen und sich digital aufstellen. Dabei ist zu beachten, dass die Digitalisierung eine Vielzahl unterschiedlicher neuer Möglichkeiten ermöglicht. Um diese nutzen zu können, sind gegebenenfalls interne Umstrukturierungen, Schulungen für Mitarbeiter oder gar die Implementierung neuer Stellen notwendig.
  3. Die Entwicklung einer klaren und differenzierenden Markenidentität und Positionierung gewinnt durch die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung: Das Maß an Informationen online ist riesig. Die Fokussierung auf wenige aber klare und nutzenstiftende Werte führt zu einer Vereinfachung bei Kunden. Das kommt (auch) digital an!
  4. Das eigene Geschäftssystem muss fortlaufend überdacht werden: Durch die Digitalisierung nimmt die Geschwindigkeit, in der sich ganze Branchen wandeln, zu. Demnach gilt es sich zu fragen, welche Innovationen wie für den eigenen Geschäftszweck genutzt werden können und einen Mehrwert für den Kunden liefern. Hier lohnt sich neben der Beobachtung des Wettbewerbs oft auch ein Blick in andere Branchen.

Ist Ihre Marke fit für das digitale Zeitalter? Gerne unterstützen wir Sie bei der digitalen Transformation Ihrer Marke! Mehr zu unseren Leistungen finden Sie unter Markenstrategie & Markenimplementierung, Purpose, Vision & Unternehmensstrategie  bzw. Customer Journey & Customer Experience.

Sie möchten alle Ergebnisse auf einen Blick? Hier geht es zum kostenfreien Download der gesamten Studie.

YannikBraunshausen
Yannik Braunshausen
y.braunshausen@esch-brand.com
Kontakt aufnehmen
Die abgesendete Kontaktanfrage erhalten Sie im Anschluss per Mail.

Wir steigern den Erfolg Ihrer Marke. Kontaktieren Sie uns.