Ihre Markenvielfalt auf dem Prüfstand: Haben Sie zu viele oder zu wenige Marken?
Wachstum im Marken- und Produktportfolio gilt in vielen Unternehmen als strategisches Allheilmittel: Mehr Marken, mehr Produkte, mehr Marktanteil.
Doch Wachstum um jeden Preis schafft nicht zwingend Wert – sondern v.a. Komplexität und Kosten.
Wer also denkt, Wachstum sei per se gut und „mehr“ ist immer besser, der irrt. Vielmehr ist ein „zu viel des Guten“ schnell erreicht und zeigt gegenteilige Effekte wie
Verwirrung bei Kund:innen
Sinkende Listungsbereitschaft im Handel
Überlastete Vertriebsstrukturen
Zunehmende Kannibalisierung
Explodierende Komplexitäts- und Marketingkosten
Bevor Sie Ihr Markenportfolio ausbauen, sollten Sie sich daher zwei grundlegende Fragen stellen:
Wie viele Marken braucht Ihr Unternehmen wirklich, um den Markt auszuschöpfen?
Welche Rollen müssen die Marken übernehmen, um das Marktpotenzial optimal auszuschöpfen?
Was ist Markenportfoliomanagement?
Von einem Markenportfolio spricht man, wenn ein Unternehmen mehrere eigenständige Marken parallel im Markt führt. Fokus des Markenportfolios liegt auf der horizontalen Anordnung der Marken. Somit befinden sich die Marken auf einer Ebene und weisen keine Unter- oder Überordnungsverhältnisse wie bei Markenarchitekturen auf.
Markenportfolios beziehen sich entweder auf mehrere Marken eines Unternehmens
in gleichen Produktkategorien / Branchen, z.B. Ferrero mit den Marken Mon Cheri, Raffaello, Rocher, Ferrero Küsschen etc. oder der Volkswagen Konzern mit den Marken VW, Skoda, Seat, Audi, Porsche etc.
in unterschiedlichen Produktbereichen, z.B. der LVMH-Konzern mit Marken in den Bereichen Wein und Spirituosen (z.B. Moët & Chandon, Champagner, Hennessy Cognac), Mode- und Lederwaren (z.B. Louis Vuitton, Kenzo, Marc Jacobs, Rimowa), Uhren und Juwelen (z.B. Bulgari, TAG Heuer, Tiffany) usw.
Darüber hinaus verfügt jede Marke über ein eigenes Produktportfolio mit ähnlichen strukturellen Herausforderungen wie Markenportfolios
Warum ist Markenportfoliomanagement wichtig?
Markenportfoliomanagement ist kein kosmetisches Ordnungsinstrument – es ist ein zentraler Hebel zur Steuerung von Wachstum, Profitabilität und Markenwirkung.
In vielen Unternehmen explodiert die Markenvielfalt historisch bedingt und ungehemmt: durch Akquisitionen, (internationale) Expansionen, Innovationen etc. Ohne klare strategische Steuerung führt diese Vielfalt jedoch schnell zu Kannibalisierung, fragmentierten Investitionen und verwässerter Markenwirkung. Kapital wird fragmentiert statt fokussiert eingesetzt. Marken verlieren an Durchsetzungskraft.
Ein professionell gesteuertes Markenportfolio sorgt dagegen für:
klare Rollen und Verantwortlichkeiten im Markt
differenzierte Besetzung relevanter Bedürfnisräume
Vermeidung von Kannibalisierung
effiziente Allokation von Marketingbudgets
Schaffung von Synergien
maximale Gesamtwirkung aller Marken
Entscheidend ist nicht die Anzahl der Marken – sondern ihre strategische Funktion im Gesamtsystem. Jede Marke muss einen klar definierten Beitrag zur Marktabdeckung und Wertschöpfung leisten.
Markenportfoliomanagement bedeutet deshalb: Komplexität beherrschen, Synergien nutzen und Investitionen dort bündeln, wo sie die größte Wirkung entfalten.
Ausprägungen von Mehrmarkenstrategien
Quelle: ESCH. The Brand Consultants.
Warum ist ESCH. die richtige Wahl zur Optimierung Ihres Markenportfolios?
Markenportfoliomanagement entscheidet darüber, ob Ihr Portfolio Wert generiert – oder Wert vernichtet. Genau das ist unsere Mission: Wir steigern den Wert und Erfolg Ihrer Marke(n).
Als Pioniere der wirkungsorientierten Markenführung verbinden wir wissenschaftliche Expertise mit über 25 Jahren Praxiserfahrung. Unsere Arbeit basiert nicht auf Bauchgefühl, sondern unserem wissenschaftlich fundierten und zugleich praxisorientierten „ESCH. Territory-Ansatz“. Mit systematischen Markenaudits, belastbaren Wirtschaftlichkeitsanalysen, tiefgehenden Consumer Insights und präziser Segmentierung schaffen wir Transparenz über die Rollen und Wertbeiträge Ihrer Marken. Auf dieser Grundlage legen wir gemeinsam mit Ihnen die Territorien Ihrer Marken im Markt fest und helfen Ihnen
interne Kannibalisierung zu vermeiden
Investitionen zu bündeln statt zu fragmentieren
klare Verantwortlichkeiten im Markt zu definieren
Synergien gezielt zu nutzen
und Ihr Portfolio konsequent auf profitables Wachstum auszurichten
Unser Anspruch ist es nicht, Marken zu vermehren oder zu reduzieren – sondern Markenportfolios so zu gestalten, dass sie maximale Wirkung im Markt entfalten. Dazu bringen wir Klarheit und Struktur in komplexe Systeme und stellen sicher, dass Marken- und Produktportfolios für Ihre Kunden einfach nachvollziehbar sind („mentally convenient“) und sie leicht die für sie relevante Marke und das richtige Produkt finden. Nur so gelingt eine langfristige Markenbindung und profitables Wachstum.
Ich bin für Sie da
Daniel Kochann
Best Practices im Bereich Markenmanagement
Publikationen zum Thema
Strategie und Technik der Markenführung
Marke 4.0: Wie Unternehmen zu digitalen Markenchampions werden
Mehr ist nicht besser: Marken- und Produktportfolios wirksam managen
Blogbeiträge
Confused or not confused, das ist hier die Frage: Brand Confusion durch Line Extensions
Mehr erfahren
Produktportfolios von Marken: Mehr ist nicht besser
Mehr erfahrenLassen Sie uns Ihr Markenportfolio fit für die Zukunft machen
Nutzen Sie Ihr Marktpotenzial voll aus. Mit einem strukturierten Portfolio-Check schaffen wir Transparenz über Rollen, Wertbeiträge und Wachstumschancen Ihrer Marken – und entwickeln einen klaren Fahrplan für profitables Wachstum. Sprechen Sie uns an und heben Sie Ihre Markenstrategie auf das nächste Level.
FAQs zum Markenportfolio-Management
Wie unterscheidet sich Markenportfolio- von Markenarchitekturmanagement?
Während eine wirksame Markenarchitektur die vertikale Struktur von Marken auf unterschiedlichen Ebenen regelt, beschäftigt sich Markenportfoliomanagement mit der horizontalen Steuerung mehrerer eigenständiger Marken auf dergleichen Ebene. Ziel ist es, Rollen, Territorien und Wertbeiträge klar zu definieren und optimal aufeinander abzustimmen.
Was ist die richtige Zahl an Marken für mein Portfolio?
Ist die Zahl der Marken zu gering, schöpfen Sie den Markt nicht voll aus. Ist die Zahl der Marken zu hoch, kannibalisieren sich die Marken gegenseitig. Die Kosten explodieren. Die Herausforderung der Mehrmarkenführung besteht darin, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kund:innen differenziert anzusprechen, ohne dass sich die eigenen Marken oder Produkte gegenseitig kannibalisieren.
Schlüsselfragen zur Optimierung Ihres Markenportfolios:
Wie viele Marken brauchen Sie wirklich?
Gleichen Sie dazu mögliche Wachstumsoptionen im Markt durch veränderte Kundenbedürfnisse, Innovationen etc. mit den Markenassets Ihrer bestehenden Marken ab. Braucht es ein neues Angebot unter einer bestehenden Marke, deren Markenimage dieses trägt oder muss eine neue Marke eingeführt werden?Wie viele kann man finanziell unterstützen?
In Marken muss investiert werden, um diese im Set bekannter und akzeptierter Marken bei Kunden zu halten. Entsprechend sind die dazu notwendigen Kosten mit dem vorhandenen Budget abzugleichen. Marken mit großer Markenbedeutung oder solche mit großen Wachstumschancen sollten präferiert behandelt werden. Andere stünden entsprechend zur Disposition.
Aus der Beantwortung dieser Fragen ergibt sich Ihre Optimierungsoption:
Bei großen Marktchancen, die nicht durch vorhandene Marken genutzt werden können, kann bei entsprechendem Budget das Portfolio um eine neue Marke erweitert werden.
Ähneln sich Markenassets bzw. können manche schwächere Marken nicht mehr weitergeführt werden, können diese entweder in andere Marken überführt oder eliminiert werden.
Wann sollte ein Unternehmen sein Markenportfolio überprüfen?
Eine Überprüfung ist insbesondere im Kontext von geplanten Veränderungen wie Akquisitionen, Expansionen, Ansprache neuer Kunden, etc. oder im Falle von stagnierendem Wachstum, steigender interner Komplexität oder zunehmender Kannibalisierung sinnvoll. Auch wenn Marketingbudgets fragmentiert wirken oder Markenprofile im Markt an Schärfe verlieren, ist dies ein Signal aktiv zu werden.
Bedeutet Portfoliooptimierung immer eine Reduktion?
Nein, denn Ziel ist nicht eine Reduktion um jeden Preis, sondern eine optimale Marktausschöpfung. In manchen Fällen ist eine Konsolidierung sinnvoll, in anderen eine gezielte Erweiterung. Maßstab ist stets der strategische Beitrag jeder Marke zum Gesamtsystem.
Checkliste: Haben Sie zu viele Marken?
Bitte beantworten Sie die Fragen mit ja oder nein.
• Sind mehr als 50 % Ihrer Marken Nachzügler oder Verlierer in einer Kategorie?
• Sind viele Ihrer Marken nicht in der Lage, sich in Marketing und Werbung mit Wettbewerbern zu messen?
• Verlieren Sie mit kleinen Marken Geld?
• Haben Sie in verschiedenen Ländern unterschiedliche Marken für ein im Wesentlichen identisches Produkt?
• Überschneiden sich die Zielsegmente, Produktlinien, Preiskategorien oder Vertriebskanäle bei Marken des Portfolios maßgeblich?
• Sind Ihre Kunden der Meinung, dass ihre Marken miteinander konkurrieren?
• Beziehen Einzelhändler nur eine Teilmenge des Markenportfolios?
• Führen Mehrausgaben für Werbung für eine der Marken zu einem Umsatzrückgang anderer Marken des Portfolios?
• Verbringen Sie viel Zeit damit, über Ressourcenzuteilungen für die Marken zu diskutieren?
• Sehen sich die Markenmanager gegenseitig als Konkurrenten an?
Anmerkung:
0–2 Fragen ja: geringes Potenzial zur Markenrationalisierung
3–6 Fragen ja: erhebliches Potenzial zur Markenrationalisierung
7–10 Fragen ja: Markenrationalisierung dringend notwendig