Fachkräftemangel hausgemacht: die Arbeitgebermarke als Retter für die Baubranche!

Die Baubranche boomt. Dies wird sich aufgrund des steigenden Bedarfs an Wohnraum sowie der stetigen Modernisierung der Infrastruktur Deutschlands vermutlich auch in naher Zukunft nicht ändern. Doch während sich Auftragsbücher füllen, wird das Fachpersonal zunehmend knapper. Insbesondere kleine und mittelständige Unternehmen sehen sich Schwierigkeiten gegenübergestellt, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig an sich zu binden. Aber woran liegt das? Und welche Möglichkeiten haben Unternehmen, dieser Herausforderung zu begegnen?

Negative Bewerbungserlebnisse schaden dem Unternehmen.

Die Gründe für den sich abzeichnenden Fachkräftemangel sind vielfältig: Einerseits entscheiden sich immer mehr junge Leute für den Gang an die Universität und gegen eine betriebliche Ausbildung, andererseits zieht es eine steigende Zahl potenzieller Arbeitnehmer in den Dienstleistungssektor (SOKA-Bau / Personalwerk 2014, S. 5). Unternehmen des Baugewerbes sind für Bewerber häufig nicht attraktiv genug oder schaffen es vielmehr nicht, ihre Vorzüge als Arbeitgeber klar und deutlich zu vermitteln. So zeigt eine Studie von ESCH. The Brand Consultants und softgarden, dass Kandidaten ihre Bewerbungserfahrungen in der Baubranche bestenfalls neutral bewerten. Neben einer mangelhaften Benutzerfreundlichkeit und Nachvollziehbarkeit von Prozessen kritisieren sie, dass ihnen während des Bewerbungsprozesses nicht klar vermittelt wurde, was das Unternehmen als Arbeitgeber bietet und wofür es steht. Und das verheerende: 91 Prozent der Bewerber teilen ihre Erfahrungen mit ihrem privaten Umfeld, wobei negative Erfahrungen weitaus häufiger verbreitet werden als positive (ESCH. The Brand Consultants 2015, S. 6–11).

Eine starke Arbeitgebermarke zahlt sich aus.

Schlechte Erfahrungen während des Bewerbungsprozesses können negativ auf die Attraktivität eines Arbeitgebers einzahlen. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, müssen sich Unternehmen der Baubranche eins bewusst machen: Bewerber sind wie Kunden. Sie wollen umworben werden und erfahren, wofür das Unternehmen als Arbeitgeber steht und welche Möglichkeiten es potenziellen Mitarbeitern bietet. In diesem Zusammenhang werden der strategische Aufbau und die konsequente Umsetzung einer attraktiven Arbeitgebermarke wichtiger denn je. Sie bringt auf den Punkt, was das Unternehmen einzigartig macht und warum Bewerber sich für dieses, nicht aber den Wettbewerb entscheiden sollten.

Die Entwicklung der Arbeitgebermarke folgt einem ganzheitlichen Prozess.

Um die dringend benötigten Fachkräfte zu akquirieren und Unternehmen anderer Branchen den Kampf anzusagen, wird die Entwicklung einer attraktiven und differenzierenden Arbeitgebermarke für Unternehmen des Baugewerbes zunehmend wichtig. Allerdings braucht es dazu mehr als eine kreative Idee – ein ganzheitlicher Prozess ist gefragt. Dabei gilt es nicht nur die strategischen Grundlagen zu berücksichtigen, sondern auch, die Arbeitgebermarke konsistent über alle Recruiting Touchpoints zu vermitteln und in HR-Prozessen zu verankern. Ein Vorhaben, das nicht von heute auf Morgen umgesetzt ist und häufig Unterstützung bedarf. Allerdings zahlt sich die Mühe nachweislich aus: Unternehmen mit einer starken Arbeitgebermarke können nicht nur das Recruiting bei der Gewinnung von passenden Mitarbeitern unterstützen und die Fluktuation senken, sondern von einem verbesserten Arbeitsklima sowie einer höheren Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter profitieren. Eine Win-Win-Situation für Unternehmen und Bewerber!

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