Wie viel VW ist im ID.3?

Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch
+49 6831 95956-0
office@esch-brand.com
Kontakt aufnehmen

    Die abgesendete Kontaktanfrage erhalten Sie im Anschluss per Mail.



    ID.3 ist der Hoffnungsträger von Volkswagen. Er ist der Schritt in die Elektromobilität. Einerseits soll er die Gene der Marke Volkswagen verkörpern und die Markenwerte reflektieren, andererseits ein neues Kapitel in der Geschichte dieser Erfolgsmarke beginnen. Elektromobilität ist die Wette auf eine erfolgreiche Zukunft.

    Dabei ist der ID.3 ein Spätstarter: Tesla ist mit seinen Elektromodellen der David der Automobilbranche und der Liebling der Medien. Der Nissan Leaf das bislang meistverkaufte Elektroauto weltweit. Und dazwischen nun der ID.3.

    Optisch gelungen, viel gepriesen, und dann das: Die Zeitschrift Auto, Motor und Sport bewertet den ID.3 im Test mit 3,5 von fünf Sternen. Ich kann mich nicht erinnern, wann überhaupt ein Volkswagen-Modell so schlecht abgeschnitten hat. Vielleicht geht es Ihnen ähnlich: Ein Auto von VW mit weniger als vier Sternen war bislang undenkbar.

    Schwer wiegt dabei, wie diese Bewertung zustande kommt, nämlich in zwei markenprägenden Domänen.

    Zum einen bei der Funktionalität und der bequemen und einfachen Nutzung: Zwei Hochleistungsrechner koordinieren alles Digitale, allerdings werfen der Zehn-Zoll-Monitor, Sprachsteuerung und Navigation hier wohl Fragen auf. Das ist die Stärke bei Tesla: Die Einfachheit und Praktikabilität und die durchweg gelungene digitale Vernetzung der Autos. Zukunft wird hier sichtbar und erlebbar.

    Zum anderen betrifft es die Qualität: Spaltmaße sind hier ein Stichwort, das lange Zeit als die harte Währung galt. Davon und von der Hochwertigkeit der Verarbeitung scheint sich VW zumindest kurzfristig verabschiedet zu haben.

    Dabei sind gerade die sprichwörtliche Zuverlässigkeit und die hohe Qualität gepaart mit höchster Funktionalität das, was die Marke zu immer neuen Rekorden geführt hat.

    Da ist es zwar gut zu wissen, dass der Fahrspaß beim ID.3 gegeben ist, aber genau dies wird bei vielen elektrogetriebenen Fahrzeugen der Fall sein.

    Wie heißt es in der Markenführung so schön: Die Stärken stärken.

    Das ist auch künftig der Weg, andere zu schlagen. Zumindest dann, wenn man bei digitaler Vernetzung und Elektrobatterien sowie damit verbundenen Reichweiten und Ladezeiten nicht den Anschluss verpasst. Das muss auch all denen klar sein, die zwangsläufig mehr an die Auslastungen der Fabriken denken müssen als an die Marke und deren Kunden.

    Unter dem Einfluss des ausführlichen Testberichtes von Auto, Motor und Sport sehe ich auch das von VW geteilte Video der Probefahrt von Elon Musk mit dem Vorstandsvorsitzenden des Volkswagen-Konzerns Herbert Diess mit anderen Augen: „Not bad“ war der Kommentar von Musk zum ID.3.

    Das kann nicht der Anspruch von VW sein. Die Marke ist das Leistungsversprechen an Kunden. Nicht nur jedes Modell muss dieses Leistungsversprechen erfüllen, um positiv auf die Marke einzuzahlen, sondern auch alle anderen Kontaktpunkte.

    Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch
    +49 6831 95956-0
    office@esch-brand.com
    Kontakt aufnehmen

      Die abgesendete Kontaktanfrage erhalten Sie im Anschluss per Mail.



      Wir steigern den Erfolg Ihrer Marke. Kontaktieren Sie uns.