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Wetten, dass..? Marke und Sehnsucht!

von Franz-Rudolf Esch

Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch I ESCH. The Brand Consultants GmbH
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    Was für ein Comeback! Mit Einschaltquoten, bei denen man lange überlegen muss, wann es das zum letzten Mal für eine Unterhaltungsshow im linearen Programm gab. 13, 8 Millionen Zuschauer, ein überragender Marktanteil von 45,7 Prozent. Und das zu einer Zeit, in der alle Sender an der digitalen Zukunft arbeiten – und dies völlig zu Recht.

    Marken – auch Medienmarken – müssen dort stattfinden, wo die Menschen sind. Dies zeigen die Medienmarken, die digital und analog kongenial miteinander verknüpfen.

    Wetten, dass..? zeigt aber auch: Es gibt eine Sehnsucht der Menschen nach einer längst vergessen geglaubten Zeit der einfachen Unterhaltung mit verlässlichen Größen. Ein Moderator, der selbst Marke ist und wie gemacht für eine Sendung, bei der es nur um unbeschwerte Unterhaltung für die ganze Familie geht. Und der selbst mit seinen Kommentaren und Kalauern genau das bedient, was alle von Gottschalk erwarten: Schmunzeln, manchmal auch Kopfschütteln ohne Reue, weil der Moderator selbst nicht politisch korrekt unterwegs ist, sondern so, wie er nun mal ist. Und das gibt es heute immer seltener.

    Vor allem zeigt die Sendung aber auch, dass es im linearen Programm gelingen kann, auch junge Menschen mitzunehmen. 4,34 Millionen und ein Marktanteil bei den Jüngeren von 50,2 Prozent, das ist kaum zu glauben.

    Richtig ist natürlich, dass das versetzte Schauen von Sendungen ebenso ein Muss ist wie andere digitale Formate. Richtig ist auch, dass Streamingdienste im Vormarsch sind und laufend an Markanteilen gewinnen, allen voran Netflix. Da müssen die klassischen deutschen Medien anschließen. Denn auch hier wird zunehmend bestimmt, worüber Menschen sprechen. Binge watching und das Gespräch über Serien, die quasi süchtig machen, ist nur ein Beispiel dafür.

    Aber richtig ist offensichtlich auch, dass es noch Potentiale im linearen Programm gibt. Menschen sind eben auch Gewohnheitstiere, die sich freuen, wenn Sie zu einer bestimmten Zeit den Fernseher anmachen können und verlässlich mit dem berieselt werden, was sie erwarten.

    Wetten, dass..? mit Gottschalk sind sich zwei ergänzenden Marken, die dem ZDF viel Freude bereitet haben. Diese Sendung war ein Brand Shaper für das ZDF im besten Sinne. Es lohnt sich offensichtlich, über solche und andere Formate nachzudenken, um auch weiter die Sehnsüchte vieler Menschen bedienen zu können. Denn wir wissen schließlich auch, dass zwischen den Jungen und den Alten eine riesige Schere in der Mediennutzung klafft, die man mit „real“ und „digital“ umschreiben kann. Die einen sind mehr in der alten, die anderen mehr in der neuen Welt.

    Das verspricht Möglichkeiten, die Netflix oder Amazon Prime nicht haben.

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