IKEA renoviert. Das BILLY Regal bleibt.

Teil 1 der Serie „Wandel braucht Haltung“

Aljona Kuzenko

IKEA ist eine starke Marken mit einem klaren Bild in den Köpfen der Zielgruppe: Das multisensorische Zusammenspiel aus einer blau-gelben Farbpalette, dem guten Gefühl, gerade etwas selbst zusammengebaut zu haben und dem leichten Geruch nach Köttbullar, sind Facetten davon. Aber zu diesem klaren Bild kommen immer wieder neue Eindrücke hinzu. IKEA überrascht fortlaufend mit innovativen Werbeformen und spielt gekonnt mit der Digitalisierung. Denn Experimente und Veränderungen gehören genauso zur IKEA Kultur, wie das solide schwedische Fundament, auf dem das Möbelhaus steht.

Wandel und Haltung als Garanten für den Erfolg.

IKEA macht es richtig: Die Manger wissen, dass aus einer starken Haltung heraus der Wandel besser vollzogen werden kann und dadurch der Unternehmenserfolg steigt. Man kann sich das so vorstellen: IKEA renoviert zwar, das BILLY Regal bleibt aber.

IKEA sucht die Veränderung auf der Basis einer klaren Vision, einem überzeugenden Unternehmenszweck (Mission) und klar kommunizierten und gelebten Unternehmenswerten. Diese geben Mitarbeitern und Managern Halt und ein Verständnis für das zu erreichende Ziel.

So kann der scheinbare Widerspruch von Konstanz und Agilität in monetären Unternehmenserfolg verwandelt werden. Unternehmen, die eine starke Haltung wahren und gleichzeitig auf die Herausforderungen des Wandels eingehen, steigern nachweislich ihre Gesamtperformance gegenüber ihren Konkurrenten. Demnächst dazu mehr aus unserer Studie „Wandel durch Haltung“.

Der Wandel ist Teil der IKEA Kultur.

Der Wille zu experimentieren, ist wie das BILLY-Regal ein fester Bestandteil von IKEA. Das Kaufverhalten ist durch die Digitalisierung in einem fortlaufenden Wandel. Deshalb testet IKEA ständig neue Verkaufskanäle, Shop-Konzepte und Technologien. Schon 2013 wurde eine Augmented-Reality App gelauncht, welche Möbel ins heimische Wohnzimmer projizieren kann und so die IKEA-Welt mit der Umwelt des Konsumenten verschmelzen lässt. IKEA experimentiert und stellt dafür 10% des Budgets für das Testen von neuen Ideen und Technologien zur Verfügung. Momentan fließt ein Teil dieses Budgets in location-based-services. Das sind mobile Dienste, die abhängig vom Standort des potentiellen Kunden selektiv Werbung auf das jeweilige mobile Endgerät ausspielen.

Die Komplexität der Veränderung braucht eine konstante Haltung.

Die Möglichkeiten des Experimentierens sind groß. Sei es durch Pop-Up-Stores, die neuen, kleinen Läden in den Hotspots der Großstädte oder über andere, neue Werbeformate.

Das sind vielfältige Alternativen, die ein konstantes Fundament und sinnvolles Experimentieren brauchen, um sich nicht in reaktivem Aktionismus zu verirren. Denn alleine eine große Wandlungsfähigkeit im Unternehmen reicht nicht aus, um zu den Top-Performern zu gehören. Genau wie eine starke Marke ohne Innovationsgeist zwangsläufig den Weg von NOKIA und Co gehen wird.

Erfolg wird durch den Fokus auf beide Dimensionen generiert: Haltung und Wandlungsfähigkeit. Auch für Unternehmen gilt: Renovierungen sind nötig, um dem Wandel gerecht zu werden, können ihre Wirkung aber nur auf einem sicheren Fundament entfalten.


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