Hart am Kundenbedarf den Markt machen: Der Dollar Shave Club

Große Innovationen kommen oft von Querdenkern außerhalb der Branche.

Es ist immer wieder erstaunlich, dass große Innovationen von Entrepreneuren kommen, die damit eine Branche umkrempeln können. So auch bei dem Dollar Shave Club.

Basis sind Consumer Insights.

Mit Sicherheit hatte auch ein Unternehmen wie Gillette den Consumer Insight, dass Männer am liebsten möglichst bequem ihren Nachschub an Rasierklingen haben wollen. Bequem heißt, ohne daran denken zu müssen und ohne sich selbst in einen Laden bewegen zu müssen.

„Protect your Business“ reicht nicht mehr aus.

Der Dollar Shave Club hat diese Idee realisiert – mit großem Erfolg. Gillette hat die Idee verstreichen lassen – protect your business war hier wohl die Devise. Dabei hatte gerade Gillette schon früh das Learning gezogen, dass es sinnvoll sein kann, die eigenen Produkte (mit ständigen Innovationen) zu kannibalisieren, um Wettbewerber auf Distant zu halten. Offensichtlich hat man jedoch primär in alten Strukturen gedacht.

Der Dollar Shave Club rockt den Markt.

Das Ergebnis: Laut den Marktforschern von Euromonitor sank der Marktanteil von P&G am US-Rasierergeschäft von 71 Prozent 2010 auf 59 Prozent 2015. Alleine auf Dollar Shave Club, das in den USA mit seiner unterhaltsamen Werbung für Furore sorgte, entfielen demnach 5 Prozent des Marktes.
Bei seiner letzten Finanzierungsrunde im vergangenen Jahr war das Start-up, das mit seinen günstigen Rasierer-Abos angeblich 3,2 Millionen Kunden akquiriert hat, mit 615 Millionen Dollar bewertet.

Unilever nutzt die Chance und bläst zur Attacke.

Nun wurde das Start-up von Uniliever für knapp eine Milliarde Dollar gekauft. Der Markt wird neu gemischt. Gillette muss sich warm anziehen, vor allem aber überlegen, was die richtige Antwort darauf ist.

Protect your business reicht heute nicht mehr aus.

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