Digital und vernetzt. Das Credo für den modernen POS?

Morgen eröffnet Media Markt seine neue Vorzeigefiliale in Ingolstadt.
Diese ist digitaler denn je und soll die einzelnen Vertriebswege stärker vernetzen.

Digitale Quittung, Touchscreens, Augmented Reality: Digitalisierung am POS.

Morgen eröffnet Media Markt seine neue Vorzeigefiliale in Ingolstadt. Diese kommt in überarbeitetem Corporate Design daher – und ist digitaler denn je. Neuerungen wie digitale Wegweiser, e-Handzettel, elektronische Preisschilder, Tarifberatung per Fingerdruck oder das Live-Testen vernetzter Geräte sollen ein begeisterndes Einkaufserlebnis schaffen.

Digital scheint das neue Credo zur Modernisierung und Anreicherung am POS. Kostenfreies WLAN, digitale Quittungen, Touchscreens oder virtuelle Anprobe – die Palette ist breit. Sie reicht von Verkaufs- und Einkaufsunterstützung bis zum Retailtainment. Der Grat zwischen echtem Kundennutzen und Spielerei ist aber schmal.

Shopping-Wand und Drive-In: Verzahnung von Vertriebswegen.

Ein zweites Thema bewegt in diesem Zusammenhang die Branche: Die Verzahnung von Online- und Offline-Vertriebswegen. Vernetzter Cross- statt Multi-Channel-Vertrieb ist das neue Motto.

Auch Media Markt will die Kontaktpunkte vernetzen: Eine Online-Shopping-Wand bildet in der neuen Filiale eine virtuelle Regalverlängerung, ein Drive-In verlängert hingegen den Online-Kauf in die Offline-Welt. Bei Letzterem ordern die Kunden von zuhause oder unterwegs die Ware – eine Stunde später holen sie diese im Drive-In ab und bezahlen dort.

Technologie muss der Marke dienen. Genauso muss der persönliche Kontakt begeistern.

Moderne Technologien bieten Chancen für den POS. Das steht außer Frage. Sie sollten aber nicht den Blick für das Wesentliche vernebeln. Die Marke darf nicht zum Ausprobieren jeder technologischen Innovation dienen. Der Weg ist andersherum. Erst kommt das Markenerlebnis, dann mögliche Technologien zur Umsetzung. Dies bedeutet: Selektieren statt jedem Trend folgen. Und Maßnahmen kritisch prüfen: Passen sie zur Marke? Schaffen sie einen echten Nutzen für den Kunden? Auf welches Ziel zahlen die Maßnahmen ein?

Hier geht es auch um die Steuerung von Budgets. Wer einzelne Shops mit Screens ausrüstet, statt großflächig die Verkäufer zu schulen, setzt langfristig womöglich auf das falsche Pferd. Der persönliche Kontakt zu einem Mitarbeiter in den Filialen ist nach wie vor einer der wichtigsten und prägendsten Kontaktpunkte im Handel. Damit können Marken begeistern. Aber auch schnell enttäuschen.

Digitalisierung am POS ist das eine – die Entwicklung zukunftsfähiger Gesamtkonzepte das andere.

Der stationäre Handel sieht sich in Zeiten von Same-Day-Delivery, Mobile Commerce und Online-Verkaufsberatern Herausforderungen entgegen, die sich nicht nur mit digitalen Konzepten beantworten lassen:

  • Was lockt die Kunden langfristig in die Filialen vor Ort?
  • Wie bleiben die stationären Stores für die Online-Shopper der Zukunft relevant?
  • Und welche Funktion übernehmen die Filialen künftig in der Kundenerlebniskette und im Kaufprozess?

Auf diese Fragen braucht der Handel Antworten. Nicht nur Elektronikriesen, auch Buchhandlungen, Warenhäuser, Modeketten und der LEH müssen sich für die Zukunft mit kreativen und individuellen Konzepten aufstellen.
Ein einzigartiges Markenerlebnis mit allen Sinnen, Interaktion und Beziehungsaufbau bilden Leitplanken, die das Einkaufen in der Offline-Welt unterscheidbar machen könnten.

Mehr hierzu und Beispiele für innovative Konzepte im stationären Retail lesen Sie bald ESCH. Blog.

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