#Bot Dir Deine Meinung

BILD war früher, Bot ist heute. So könnte man meinen. Bild Dir Deine Meinung durch den Bot und das, was dieser in sozialen Netzwerken kolportiert, wäre dann die Botschaft. Folgt man der Firma Incapsula, wird mittlerweile knapp 50 Prozent der Kommunikation im Internet durch von Algorithmen gesteuerten Programmen verbreitet. Mit Social Bots lassen sich täuschend echte Botschaften in sozialen Netzwerken verbreiten. Dadurch können Themen gesetzt und Trends verstärkt werden.

Was bei Marken schon Praxis ist, geschieht nun auch im amerikanischen Wahlkampf. Donald Trump und Hillary Clinton erhielten durch Social Bots und deren Fakeprofilen große Unterstützung: Bei Trump war jeder dritte Tweet zur Unterstützung ein Fake, bei Clinton jeder Vierte. Laut Kommunikationswissenschaftler Haller sind zudem ein Drittel der Follower beider Kandidaten keine echten Menschen, sondern Roboter.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis scheint zu stimmen. 1.000 gefälschte Profile sind im Internet schon für 50 bis 150 Dollar zu haben (Simon Heglich: Invasion der Meinungs-Roboter). Eine ferngesteuerte 10.000 Bot starke Twitter-„Anhängerschaft“ kostet rund 500 Dollar.

Man kann nun sagen, dass Marken wie Politiker gezwungen sind, mit den Wölfen zu heulen. Das reicht mir als Erklärung aber nicht aus. Offensichtlich gelingt es vielen Marken wie Politikern nicht mehr, die Kunden mit ihren tiefen inneren Bedürfnissen zu verstehen, ihre Marken für die Kunden relevant zu machen und dadurch ein Brand Engagement zu entfachen, das keiner Roboter bedarf. Das ist schade. Schließlich geht es immer um Content, der für Kunden relevant ist und aus der Marke kommt. Gut ist, dass aber immer noch Menschen an der Wahlurne und beim Kauf entscheiden, nicht die Roboter.

Wie stark engagieren sich denn Ihre Kunden für Ihre Marke? Glauben Sie mir: Es geht immer mehr.

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